Alle reden vom mobilen Internet, aber nutzt es auch irgendjemand? Spätestens 2014 sollen mehr Menschen mobil surfen, als über den PC.
Noch wird mit dem Handy hauptsächlich telefoniert und SMS geschrieben, aber die Nutzung der Mobiltelefone wandelt sich. Immer mehr Geräte werden internetfähig und spätestens seit dem Erscheinen des iPhones von Apple im Jahr 2007 begann der Siegeszug der Smartphones – und somit auch der Aufstieg des mobilen Internets. Von den weltweit genutzten 4 Milliarden Handys sind inzwischen über eine Milliarde Smartphones, mit denen über kleine Programme (Apps) oder direkt im Browser im Internet gesurft werden kann.

Bei den Betriebssystemen der Smartphones dominiert einer Studie des Marktforschers Gartner zufolge im Jahr 2010 Symbian mit einem Marktanteil von über 40%, gefolgt von Android und dem Betriebssystem von Research in Motion (RIM, Blackberry) mit jeweils etwa 17,5% und Apple (iOS) mit etwa 15%. Microsoft und andere Systeme kommen auf je etwa 5% Marktanteil.
Mediascope hat in einer Umfrage herausgefunden, dass 61% aller Deutschen im Jahr 2010 mindestens einmal pro Woche von einem stationären Desktop aus (entweder zu Hause oder am Arbeitsplatz) online sind, 7% sind pro Woche mindestens einmal mobil im Netz. Somit surfen etwa 5 Millionen Menschen in Deutschland regelmäßig mit ihrem Mobiltelefon. Die häufigsten Anwendungen im mobilen Internet sind dabei lesen und schreiben von E-Mails, Wetterinformationen abrufen, Nachrichten lesen und Wegbeschreibungen / Routenplanung.

Das Verhältnis von stationärer zu mobiler Internetnutzung wird sich in den kommenden Jahren jedoch dramatisch ändern. Spätestens im Jahr 2014 werden weltweit mehr Menschen mobil ins Internet gehen, als von einem PC aus. Wie schnell die mobile Internetnutzung die stationäre Nutzung vom Desktop aus überflügeln wird, hängt sicherlich auch mit den verfügbaren Geschwindigkeiten der Handynetze zusammen. Das für Smartphones derzeit übliche UMTS Verfahren gewährleistet schon heute Übertragungsraten von bis zu 3.600 KBit/s, gekoppelt mit HSDPA sogar bis zu 7.200 KBit/s, also durchaus mit einem DSL 6000 Anschluss vergleichbar. In Zukunft sollen über die neue LTE Technologie, die derzeit in Deutschland eingeführt wird, Übertragungsraten von bis zu 150.000 KBit/s möglich werden. Nicht nur für die Bevölkerung in ländlichen Gebieten, dis bislang noch nicht an das DSL Breitbandinternet angeschlossen werden konnten, ist der mobile Zugang dann eine sehr gute Alternative zum Festnetz.
Weitere Quellen: http://tag.microsoft.com, Accenture Mobile Web Watch
Sehr guter Bericht! Ich denke, dass die Nutzung mit der Einführung von LTE-Mobile Tarifen nochmal deutlich zunehmen wird. Denn bislang kann man die LTE-Flats ja nur zu Hause nutzen.